Wie wir ausbilden

Wie wir ausbilden

Maximal 4 Schüler / Schülerinnen je Kurs.

Theorie:

Wir verwenden nur aktuelles, neuestes Material.

  • Zum Einsatz kommen Beamer und eigene Prä­sen­tationen. Durch unsere Erfahrung haben wir die besten Bücher in der Segel­schule, alle verwenden die gleichen Bücher.
  • Zudem bekommen Sie weiterführende Skripte und es können viele Bücher in der Schule aus­geliehen werden. Sie dienen auch als An­regung für den späteren, eigenen Kauf.

Alle Themen werden im Unterricht aus­führ­­lichst behandelt und jede offene Frage wird beantwortet. Sie lernen wesentlich mehr, als Sie für die Prüfung brauchen.

Teilweise könnten Sie ohne Schwierig­keiten auch gleich die nächst höhere Prüfung ablegen. Uns ist wichtig, das Sie nicht einen prüfungs­relevan­ten Stoff auswendig lernen, sondern den Sinn verstehen.

Praxis:

An Bord befinden sich alle Geräte, die Sie an Bord eines Schiffes wiederfinden könnten. Der Gebrauch und Sinn der Geräte wird genau erklärt und geübt.

Lesen Sie dazu auch das PDF zum Mobilen MOB-Bergesystem, Sie finden es auf der Seite Downloads

  • Wir haben an Bord 3 Kameras, die Ihnen (aus Sicht der Mast­spitze) z.B. Anlege- oder MOB- Manöver zeigen. So kön­nen wir Fehler im Nach­hinein analy­sieren und aus­werten.
  • Übungen werden so lange wiederholt, bis Sie sich sicher fühlen. Sie bestimmen das Tempo oder die Häufigkeit.
  • Wir üben auch nachts MOB-Manöver unter vielen Bedingungen und bergen einen Dummy, der einem Menschen 1:1 entspricht.

Es gäbe noch viele Punkte, die uns von anderen Schulen unterscheiden – allerdings wollen Sie ja sicher auch noch etwas überrascht werden …

In jedem Fall erhalten Sie eine Ausbildung, die sich andere Schüler wünschen würden. Versprochen!

Hier einige Beschreibungen – bitte vergleichen Sie mit anderen Schulen:

Hafenmanöver (An- und Ablegen):

Jeder Törn beginnt bekanntlich mit dem Ablegen und endet mit dem Anlegen im Hafen. Also genauso wie beim Autofahren – raus aus der Parklücke und rein in die Parklücke. Sie können also souverän über die Autobahn gedonnert sein, beim Einparken zeigt sich dann, wie Sie Ihr Fahrzeug wirklich beherrschen.

Beim Autofahren haben Sie jedoch mit dem Fahrzeug festen Boden unter den Rädern, das Fahrzeug lässt sich Millimeter genau reinzirkeln, man kann jederzeit kurz stehen bleiben, langsam rollen oder hin- und her rangieren. Und seit geraumer Zeit gibt es jede Menge kleine elektronische Helferlein bis hin zum völlig automatischen Einparken. Über den Sinn lässt sich streiten.

Nicht ganz so einfach ist es mit einem Schiff im Hafen. Ein souveränes Hafenmanöver ist das Resultat von viel Erfahrung. Nur zu gerne beobachten andere Skipper im Hafen, wie es der Neuankömmling macht. Man selbst könnte vielleicht etwas lernen, aber oft überwiegt die Schadenfreude, wenn der Skipper es nicht ganz so gut meistert. Und je mehr „Beobachter“ herum stehen, desto nervöser wird der Neuankömmling, desto mehr Meinungen gibt es bei den Beobachtern.

Doch was ist Richtig und was ist Falsch? In jedem Fall findet man im Hafen Situationen verschiedenster Art vor. Mal mit Wind, mal mit Strömung im Wasser, oft ist der angesteuerte Liegeplatz recht eng oder die Klampen am Steg an der falschen Position, das eigene Schiff zu groß oder zu klein, das Nachbarschiff hängt schief in den Seilen, zu wenig oder falsch eingestellte Fender, die Crew muss auch angeleitet werden, der eigene Schwung ist zu groß oder zu klein, wann genau aufstoppen oder doch lieber Gas geben – oder die Situation verändert sich …

Ein perfektes Hafenmanöver, wo alles klappt und einfach aussieht, gibt es nicht. Jedes Hafenmanöver ist auch für einen sehr erfahrenen Skipper immer eine Herausforderung. Je mehr Erfahrung man hat, desto mehr Faktoren kann man aber berücksichtigen und desto weniger „überrascht“ ist man, wenn plötzlich sich etwas im vorbereiteten Plan ändert. Dann greift man einfach zu Plan „B“ oder sogar zu „C“. Mit viel Erfahrung und den ganzen Notfallplänen im Hinterkopf ist das umdenken auch recht einfach, geht alles sehr ruhig und die umstehen Beobachter denken, das alles so sein müsste und so geplant war.

Wie aber kann man so etwas lernen? Wir zeigen Ihnen, was es alles zu bedenken gilt. Wir üben alle erdenklichen Situationen und wie man schnell zu Plan „B“ greift. Wir üben all dies in einem Hafen, wo es alle Arten von Stegen gibt. Mit und ohne Poller, Boxengassen und in jede Himmelsrichtung (Windrichtung) kann angelegt werden.

Und was wir weiter üben: Was ist, wenn plötzlich etwas nicht klappt. Der Wind dreht (oder eine Böe fällt ein), wir zu langsam oder zu schnell waren, das Schiff nicht so will wie wir wollten… Ganz bewusst werden wir uns in total verfahrene Situationen bringen und dann kontrolliert und ruhig uns aus dieser Situation befreien. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Schiff, oft nur mit einer Hilfsleine, wieder ganz einfach auf den gewünschten Kurs bringen können.

Genau das macht einen guten Skipper aus. Niemals nervös werden, nicht herum schreien, anderen die Schuld geben oder selbst nicht mehr weiter wissen. Wenn Sie dann selbst im Hafen andere Beobachten, werden Sie sicher oft schmunzeln. In Gedanken wissen Sie, was jetzt zu tun oder zu lassen wäre.

Beobachten Sie – Lernen Sie!

Machen Sie sich all diese Erfahrungen und Beobachtungen zu eigen. Gehen Sie in Gedanken alle Möglichkeiten von Fehlern durch. „Was ist wenn, was wäre wenn..“ Je mehr Sie wissen und in Ihre Überlegungen unbewusst mit einbauen, desto sicherer werden Sie – man lernt nie aus und nie genug!

Irgendwann überwiegen die perfekten Hafenmanöver, nur noch selten durchkreuzen nicht vorhersehbare Umstände Ihre Pläne. Und je mehr Fehler Sie eingeplant haben, desto weniger werden tatsächlich passieren. Sie haben in jedem Fall bei uns Plan „B“ und „C“ gelernt, falls denn doch mal etwas schief geht.

 

Mann-über-Bord-Manöver:

(MOB) Hinweis: Seit einiger Zeit heißt dieses Manöver auch „Person-über-Bord“ (POB); – wurde, laut Bundestag, wegen der Gleichberechtigung per Beschluss so umbenannt.

Wie Sie es auch nennen werden, es geht einfach darum, eine Person, die über Bord gefallen ist, auf schnellst möglichem Weg und sicher wieder an Bord zu bringen. Nach der Ausbildungsverordnung wird dazu ein schwimmender Gegenstand (Fender oder Rettungsring) über Bord geworfen und anschließend wieder mit dem Bootshaken herausgefischt. Diese Übung ist absolut unrealistisch. Sie dient vielleicht dazu, das Schiff und sein Verhalten besser kennen zu lernen – mehr aber auch nicht.

Leider ist es auch so, das dieses Manöver lediglich in der Segelschule geübt und anschließend wieder vergessen wird. Klar, wenn man viel und oft unterwegs ist, beherrscht man sein Schiff und deswegen wird es nie wieder (oder nur sehr selten) geübt. Laut Sicherheitsrichtlinien muss es vor jedem Törn, mit neuer Crew, geübt werden, damit jede Person an Bord dieses Manöver kennt – und notfalls auch fahren kann. In der Realität fährt man aber nur ab und zu im Urlaub mit einem Charterschiff (dessen Eigenarten sich jedes Mal grundlegend unterscheiden), hat oft eine wechselnde Crew an Bord oder vergisst in der Urlaubsstimmung ganz einfach, das auch etwas passieren könnte. Zudem meinen manche Skipper, das wenn sie so etwas üben, die Crew vielleicht meint, der Skipper sei unsicher oder wisse nicht, was er macht. Klar – als Fahrgast würde man sich auch wundern, wenn ein Bus- oder Taxifahrer erklärt, was man nach einem Unfall machen müsste. Aber man kann den Straßenverkehr nicht mit einem Schiff vergleichen, jedenfalls fallen selten Leute aus einem fahrenden Auto.

Leider ist das MOB- oder POBmanöver der Segelschulen (per Verordnung des Seglerverbandes) auch völlig ungeeignet, um jemanden sicher und schnell an Bord zurück zu holen. 4 Jahre versuchte unsere Segelschule eine Änderung der Ausbildungsverordnung zu bewirken und ein Manöver einzuführen, was SICHER und SCHNELL geht. Es klappt immer und überall (im ersten Anlauf!), es ist unerheblich woher der Wind weht und egal, ob es unter Segel oder Motor gefahren wird. Und es klappt mit einer einzigen Person an Bord! Zudem muss es nicht wirklich geübt werden! Selbst übende Skipper benötigen bei den normalen Schulmanöver oft mehrere Anläufe, bevor es klappt! Antwort der Verantwortlichen: „Wir machen dies schon immer so und werden es auch weiterhin so machen“. Es gibt natürlich auch viele Befürworter unserer Gedanken in den Verbänden, aber das sind die wenigen Praktiker – an der Spitze sitzen leider Leute, die Veränderungen nicht mögen.

Dies alles ist aber eher zweitrangig. Bei uns lernen Sie das alte „Schulmanöver“. Dies brauchen Sie bei der Prüfung und dient bei uns nur noch dem Beherrschen des Schiffes. Danach lernen Sie unser Manöver. Sie werden den Unterschied und seine Sicherheit sofort „erfahren“. Zudem werden Sie bei uns nicht nur einen Rettungsring (1 Kg) wieder an Bord zurück bringen, sondern einen Dummy, der einer bewusstlosen Person mit 70 Kg entspricht. Genau das ist die Realität. Es nützt Ihnen gar nichts, wenn Sie einen Rettungsring jahrelang souverän an Bord holen konnten, aber nicht wissen, wie eine Person wieder an Deck geborgen werden kann. Diese Erfahrung haben leider zahlreiche Skipper (und sogar Segellehrer) gemacht und einige Opfer mit Ihrem Leben bezahlen müssen. Selbst nur ein einziges Opfer ist eines zu viel – es hätte nicht dazu kommen dürfen.

Des weiteren lernen Sie bei uns das MOB- oder POBmanöver auch bei Nacht. Klingt eigenartig, aber bei Nacht ist dieses Manöver zig mal schwerer! Leider kennen wir keine einzige Segelschule, die dies in ihrem Lehrplan hat.  Selbst erfahrene Skipper und Segellehrer versagen bei Nachtübungen – sie hatten dies auch nie geübt oder sich jemals darüber Gedanken gemacht.

 

Knoten:

Seemannsknoten kennen zu lernen und zu üben ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Auch hier muss man (leider) wieder einen Vergleich zu anderen Segelschulen ziehen. Hier gibt es ein Standartprogramm einiger Knoten, diese werden gelehrt – fertig. Über Sinn oder Unsinn macht man sich keine Gedanken, sie werden so (und nicht anders) gelehrt und bei der Prüfung verlangt. Es gibt aber auch andere Knoten, die sehr sinnvoll und nützlich sind. Nur die kennen eben die wenigsten Segelschulen – deswegen werden sie auch nicht gelehrt. Dafür müssen die Schüler einige Knoten lernen, die an Bord kaum Sinn machen und nie wieder eingesetzt werden. Unterm Strich lernen Sie bei uns auch nicht wesentlich mehr Knoten als wo anders – aber die Machart entscheidet und einige wenige Knoten kommen trotzdem dazu. Nur wenn man Knoten schnell, sicher und leicht machen kann, dann macht man sie gerne und verwendet sie auch. Die meisten Schüler anderer Segelschulen können nach 6 Monaten kaum mehr einen Knoten richtig machen, ohne erst darüber nachdenken zu müssen. Schade.

Hier noch ein paar Filme auf Youtube, die ich dort eingestellt habe:





https://www.youtube.com/watch?v=5Nc937ZMtcs

 

Wetter:

Eines der ungeliebten Themen einer Segelschule. Aber warum ist das so? Meteorologie ist sehr komplex und sehr umfangreich. Viele Themen und Faktoren spielen zusammen, man braucht Physik und Allgemeinwissen. Aber es kein Hexenwerk! Bei uns lernen Sie ausführlich die Zusammenhänge der einzelnen Faktoren, ständig werden wir anhand der tatsächlichen Wetterlage die Entwicklung beobachten, Vorhersagen treffen und Sie erlangen die Sicherheit, selbst Prognosen zu erstellen. Wir wollen den Wetterdienst nicht überflüssig machen – es sind die besten Vorhersagemodelle, die es gibt, aber Sie sollen sich (zumindest teilweise) auch unabhängig von derartigen Informationen ein Bild der Wetterlage machen können. Das Wetter ist noch immer der entscheidenste Faktor auf See, den Sie berücksichtigen müssen. Das Wetter nicht zu verstehen, nicht mit einzuberechnen ist (auch gesetzlich) der größte Fehler, den Sie machen können. Oft wird dieser Faktor unterschätzt, zu wenig berücksichtigt. Es genügt mancherorts aber auch nicht nur das lokale Wetter zu beachten, Sie müssen lernen, weiträumig und langfristig zu denken. Und – es kann sogar Spaß machen! Selbst Leute, die mit dem Wetter eigentlich nichts am Hut hatten, (Nachbar im Binnenland) hatten am Ende so viel Freude daran, das sie sich oft mit diesem Thema beschäftigten und richtige, kleine Experten wurden.

 

Seerecht:

Ebenfalls ein oft ungeliebtes Thema. Wir zeigen Ihnen anhand einfacher und logisch nachvollziehbarer Beispiele, warum etwas so ist wie es. Bei uns müssen Sie nichts stur auswendig lernen, ohne den Sinn dessen zu verstehen. Nur wer um die Hintergründe weiß und wer ein Gesetz nachvollziehen kann – der hat es nicht nur in seinem Kurzzeitgedächtnis verankert. Uns kommt es nicht darauf an, jeden Paragraphen buchstabengetreu wiederzugeben, der Sinn ist entscheidend. Und wer den Sinn versteht, der kann jede Prüfung meistern.

 

Seemannschaft:

Zum Seerecht gehört auch die Seemannschaft. Gemeint ist das Verhalten an Bord aller Beteiligten untereinander, aber auch anderen Schiffen gegenüber.

Und Achtung: Was nicht explizit im Seerecht verankert ist, wird mit „guter Seemannschaft“ begründet.

Gute Seemannschaft ist also Erfahrung und logische Vorgehensweise an Bord. Es geht aber ebenso um das einfache Zusammenleben an Bord. Bei uns erfahren Sie, wie Sie als (zukünftiger) Skipper Ihre Mannschaft beurteilen, einschätzen und einsetzen sollten. Sie lernen Ihre eigenen Grenzen richtig einzuschätzen und was Ihr Schiff zu leisten vermag. Kurzum – Seemannschaft ist die Zusammenschau aller nur erdenklichen Faktoren zueinander. Ebenfalls ein Thema, was kaum oder nur unzureichend in den meisten Segelschulen angesprochen wird. Dieses Thema benötigt viel Zeit und die nötige Erfahrung. Beides fehlt leider sehr oft in Segelschulen.

Unter das Thema Seemannschaft fällt bei uns aber auch die Ausbildung mit allen an Bord befindlichen Geräten, der gesamten Technik und das Verständnis der Zusammenhänge. Sie müssen einfach alles verstehen und beherrschen – nur dann können Sie Ihr gesamtes Wissen auch gewinnbringend anwenden. Es nützt z.B. niemand etwas, wenn Sie auf einem Schiff ein Radargerät haben, aber nicht verstehen, wie es bedient wird und was es überhaupt zeigt. Erst beim SKS wird das Wort „Radar“ in den Mund genommen, beim SSS bekommt man eine Ausbildung darin. Wenn Sie also bei uns bereits beim SBF-S diese Ausbildung erhalten, nützt Ihnen dies bei der Prüfung gar nichts (das Wissen ist auch nicht erforderlich), aber Sie brauchen dieses Wissen in der Praxis an Bord! Genauso wie die Hafenmanöver! Oder den „Fachkundenachweis für Pyrotechnische Mittel“ (FKN) – diese Extraprüfung brauchen Sie, damit Sie Seenotsignalmittel kaufen und an Bord aufbewahren dürfen. Im Notfall darf sie jeder benützen – nur kaufen darf man sie nicht. Warum also dieses Wissen (1 bis 2 Stunden) nicht integrieren und zusätzlich für den Schein (den die Segelschule selbst ausstellen darf) 50 € verlangen? Ein Segelschulenbesitzer sagte mal zu mir: „Klasse, sind 50 Euro mehr Geld in der Kasse und keiner hinterfragt das“. Klingt das seriös? Bei uns bekommen Sie die Ausbildung stillschweigend automatisch dazu, sie ist einfach Bestandteil unserer Ausbildung. Es kostet Sie keinen Cent mehr.

 

Fahren lernen:

In den meisten Fahrschulen kostet das eigentliche fahren (mit dem Schiff) wieder extra. Manchmal nur 30 Euro, oft auch 50 Euro – für 45 Minuten. Klar, da läuft im Kopf die Uhr mit und der Kassenstand fällt ins Bodenlose. Bei uns fahren Sie solange, wie sie zum Beherrschen brauchen. Und gerne auch noch mal eine Runde zusätzlich. All dies ist im Kurspreis dabei. Bei uns üben Sie einfach so lange, bis Sie sich sicher fühlen und alles verstanden haben. Ohne „Wenn und Aber“. Wir sind mindestens 15 Stunden auf dem Wasser, meist aber sogar die doppelte Zeit. Wir üben zudem auch Dinge (z.B. Ankermanöver), die gar nicht in die Ausbildung gehören, aber Bestandteil Ihres weiteren Seelebens sein werden.

Wenn Ihnen also jemand dieses Wissen vorenthält oder als Extrakurs verkaufen will, dann sollten Sie den Wert einer solchen Ausbildung oder das Geschäftsmodell der Schule grundlegend hinterfragen!

Wir wollen hier nicht alle anderen Segelschulen schlecht machen oder schlecht reden. Jede dieser Schulen hat ihre Daseinsberechtigung. Wenn Ihnen als Schüler an einer schnellen und billigen Ausbildung gelegen ist, Ihnen das absolut nötigste Grundwissen ausreicht, dann sind Sie dort auch gut aufgehoben. Wenn Sie aber auch nur den Hauch eines Zweifels in sich spüren oder hier erstmals über Unterschiede informiert wurden, dann sollten Sie alles, wirklich alles hinterfragen.

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Vergleichen Sie die Ausbildungszeit, den Aufwand, den Ihnen die Segelschule bietet.

Vergleichen Sie die technischen Möglichkeiten, die Sie an Bord vorfinden werden. Vergleichen Sie die Erfahrung Ihres Segellehrers.

Vergleichen Sie auch die Kompromisse, die Sie eingehen müssen / sollen.

Vergleichen Sie die weiteren Kosten, die gerne versteckt werden.

Vergleichen Sie einfach alles – ohne wenn und aber.

Sie machen nur einmal im Leben diesen Führerschein. Sie wollen aber später vielleicht einen höheren Schein machen und es wäre schade, wenn Sie dann plötzlich völlig neues Wissen dazu lernen müssen (was man Ihnen einfach vorenthalten hat), die Zusammenhänge nicht verstehen und dann vor einem unüberwindlichem Berg stehen.

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Es ist nicht illegal, was da getrieben wird. Jeder kann eine Segelschule aufmachen. Heute genügt der kleinste Führerschein – leider. Diesen Schein erhält man in einem Wochenendkurs. Und damit darf man – rechtlich gesehen – andere ausbilden. Aber es ist eine bodenlose Unverschämtheit, dann für alles, sei es Hafenmanöver oder Wetterkunde, einen Extrakurs gegen teures Geld anzubieten.

Kein Mensch käme auf die Idee im Restaurant für den Salat und die Soße extra zu bezahlen. Beim Autoführerschein gehört Ein- und Ausparken komischerweise auch zum Unterricht. Und beim Metzger muss man auch nicht für das Papier und die Tüte extra bezahlen.

Wenn Sie nie von Gefahren gehört haben, nicht wissen, was da passiert oder passieren könnte, erkennen Sie Fehler nicht und überschätzen sich vielleicht. Dies „kann“ gut gehen. Geht dies aber ins Auge, hinterfragt keiner, warum Sie dies nicht gewusst haben oder wo der Fehler im System war.

Dies kann eine Beule im Schiff zur Folge haben, einen versauten Urlaubstörn nach sich ziehen, schlechte Stimmung an Bord provozieren oder Sie geraten in Selbstzweifel. Noch schlechter, wenn es vor Gericht endet. Die beurteilenden und verurteilende Richter (Seeamt) sind erfahrene, gut ausgebildete Richter und Fachleute (Kapitäne). Rechtlich gesehen MÜSSEN Sie alles können und beherrschen – auch wenn Sie niemals etwas davon gehört haben. Sie wissen ja: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“.

 Durch die Sicherheit vieles, sehr vieles zu können und zu wissen, hat man auch Spaß an dem Hobby Segeln. Man praktiziert es dementsprechend auch gerne und öfters, wird sicherer und kann die eigenen Grenzen auch realistisch einschätzen.

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Hier können Sie sich noch zwei Filme herunter laden. So lernen Sie bei uns Knoten.

http://logbuch.klickmaldrauf.de/pages/posts/segelschule-kilo-moana26.php (ganz unten!)